Blog TCM-Sozialforum

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Chinesische Medizin im humanitären Einsatz

TCM-Sozialforum - Chinesische Medizin über Grenzen
ist eine Plattform für weltweite Hilfsprojekte,
die im besonderem Maße durch Chinesische Medizin
unterstützt werden.

Sprechstunde im HeileHaus

Flüchtlingsinitiative BerlinPosted by Sylvia Köhn-Pandey Fri, October 20, 2017 16:35:18

Ein Team von verschiedenen TCM-Therapeuten betreut jeden Dienstag von 10 bis 13 Uhr eine Sprechstunde für Neu-Berliner aus Krisengebieten im HeileHaus Berlin-Kreuzberg in der Waldemarstr. 36.



Angeboten wird Akupunktur, Akupressur, Schröpfen, Moxibustion, Diätberatung, Massagen etc.

Schmerzen, Schlafstörungen, Übelkeit oder andere Beschwerden?
Wer neu in Berlin ist, gesundheitliche Probleme hat und offen für alternative Therapien ist, ist bei uns richtig.

Patienten können eine vertraute Begleitperson und/oder eigene Kinder mitbringen. Übersetzer sind von Vorteil, manchmal haben wir für bestimmte Sprachen jemanden vor Ort.

Ein ganzes Jahr hat das Team die Flüchtlingssprechstunde in der Schule für Chinesische Medizin "Shou Zhong" in Schöneberg angeboten.
Nun freuen wir uns, die Räume des HeileHauses dafür nutzen zu können. Das gesamte Konzept des Hauses passt zu unserem Angebot oder unser Angebot passt zum Konzept des Hauses smiley. Hier können Hilfebedürftige auch die anderen Angebote zur Prävention und Gesundheitsförderung nutzen.
Pulsen am Patienten


Moxibustion zur Stärkung der Nierenenergie


Ohrakupunktur hier NADA - Protokoll


Tuina Massage

Wie alles begann

Begonnen hat unsere Initiative mit dem Akquirieren von Therapeuten, die bereit sind einen Teil ihrer Arbeitskraft in ihrer Freizeit für bedürftige und zumeist traumatisierte Menschen zu spenden.
Schnell kam eine Gruppe von etwa 15 Akupunkteuren (Ärzte und Heilpraktiker) zusammen.
Es gab viele Meetings und die Frage nach Räumen. Die Schule für Chinesische Medizin "Shou Zhong" in Schöneberg war gleich offen für unser Angebot. So konnten wir deren Räumlichkeiten für unsere Behandlungen und Meetings nutzen.

WIE KOMMEN NUN ABER DIE PATIENTEN IN UNSERE SPRECHSTUNDE?

Wir haben uns in Gruppen aufgeteilt, sind in Flüchtlingsunterkünfte gegangen und haben unser Angebot vorgestellt. Oft sind wir gegen verschlossene Türen gerannt, aber es gab auch offene Ohren und unsere Hilfestellung wurde entsprechend anerkannt. Wir haben die Not in den Häusern gesehen. Das Personal völlig überfordert und die Neuankömmlinge hilflos.
Wir gaben Workshops, sowie Behandlungen durch Massage und auch Akupunktur (auch dem Personal) und den Leuten von unserer Sprechstunde erzählt. Die Patienten waren sehr dankbar für die Zuwendung und Erleichterung durch die Behandlungen.
Durch das ganze Aufnahmeverfahren, Deutschkurse etc. waren alle ziemlich beschäftigt. So war es zeitlich schwierig zu kalkulieren. Auch das Sprachproblem, sowie kulturelle Fremdheiten waren eine große Herausforderung.
Aber das Trauma, dass wir bei jedem Flüchtling aus Kriegsgebieten bei einer langen Reise ins ersehnte Land voraussetzen müssen, durften wir nicht unterschätzen. Bei unseren Besuchen in den Unterkünften hörten wir immer wieder von Suiziden oder Suizidversuchen. Bei vielen konnte man das Elend schon sehen.
So haben wir Schulungen mit Trauma-Spezialisten durchgeführt, um für alle Fälle gewappnet zu sein. Der Schutz unserer Patienten vor Re-Traumatisierung, aber auch der Schutz unserer Therapeuten ist unser höchstes Gebot. So hat auch jeder Therapeut die Möglichkeit der Supervision und Besprechungen im Team.
Patienten, die anderweitig medizinische oder psychotherapeutische Hilfe benötigen senden wir zum entsprechenden Spezialisten weiter. In akuten Fällen von Eigen- und/oder Fremdgefährdung setzen wir entsprechende Behörden in Kenntnis.
Das gleiche gilt für Infektionskrankheiten.

So hoffen wir möglichst effektiv helfen zu können.







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